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DORFCHRONIK

Aus vier Dörfern wurde Weißenhasel

von Herbert Wenk

Das heutige Weißenhasel hat im Laufe seiner Geschichte vier ausgegangene Dörfer in sich vereinigt und in seiner Gemarkung aufgenommen. Weißenhasel, das alte Niederhasel, vereinigte die Wüstungen „Erlis", „Oberhasel" und „Herbolderode" in sich. Die erste urkundliche Erwähnung finden wir im ältesten Helmarshäuser Zinsregister als „hasolo" in Thüringen 1195.


Weißenhasel in Zeiten des 30jährigen Krieges

Seine größte Katastrophe erlebte Weißenhasel im 30jährigen Krieg (wenn man einmal von den Zerstörungen der zu Weißenhasel vereinigten Vorgängersiedlungen absieht). Ein von Pfarrer Rudolf Schulze im Pfarreiarchiv aufgefundener Brief aus dem Jahre 1659 gibt uns einen erschütternden Einblick in jene Zeit. Darin wendet sich 11 Jahre nach dem offiziellen Ende des 30jährigen Kriegs der Eschweger Superintendent Johannes Hütterodt an die Gemeinden der Region und bittet eindringlich um Spenden für den Neubau der im 30jährigen Krieg zerstörten Kirche von Weißenhasel.


Die Herrschaften wechselten – Weißenhasel blieb

Weißenhasel, 1492 von Hessen an die von Baumbach's verpfändet, wird deren Untertanengebiet. Über 300 Jahre üben die Herren von Baumbach als Grundherren Gerichts- und Kirchenpatrone ihre Herrschaft über Weißenhasel aus. Als Gerichtsherren stand ihnen bis 1578 in ihrem Herrschaftsbezirk die gesamte niedere und höhere Gerichtsbarkeit zu. Auf die höhere Gerichtsbarkeit für Weißenhasel mußten die von Baumbach's 1578 verzichten.

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